Verabschiedung der Schwestern des Kur- und Gästehauses St. Bonifatius


Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Renate Reus sowie der Gemeinde St. Vitus, Bad Salzschlirf

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Am 7. Mai 1897 war das Kur- und Gästehaus St. Bonifatius in Bad Salzschlirf als Herberge für erholungsbedürftige Priester eröffnet worden. Das Spektrum der Aufgaben der Schwestern wuchs zusammen mit dem prächtigen Haus am Ufer der Altefeld, nach den Weltkriegen diente der Bau als Lazarett, in den 60er Jahren auch eine Zeitlang als Kindergarten. Die Gästezahlen stiegen, Seminare und Besinnungstage gehörten zum Programm ebenso wie der besonders liebevolle Umgang mit den Gästen durch die Ordensschwestern.

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Pfarrgemeinderatssprecherin Gisela Wyczysk erinnerte daran, dass in dem Haus in all den Jahren 125 Ordensschwestern in der Alten- und Krankenpflege, in einer Haushaltsschule, im Kindergarten und der Gästebetreuung wirkten. Nach und nach und mit mehreren Umbauten entstanden 84 Zimmer, verschiedene Gruppenräume und eine schöne Hauskapelle, in der regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden. In den letzten 22 Jahren wirkte Pfarrer im Ruhestand Karl Knapp aus Hausgeistlicher und half auch bei Bedarf in der Pfarrgemeinde aus. Krankengymnastik, Massagen und medizinische Bäder gehörten zum Hausangebot. Gisela Wyczysk und Maria Post vom Verwaltungsrat überreichten den Schwestern zur Erinnerung Bilder-Collagen mit den schönsten Plätzen des Kurortes.

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Als Oberin des Bad Salzschlirfer Konventes fungierte in den letzten 10 Jahren Schwester Brunhilde Wehner. Auch sie blickte kurz auf die Geschichte des Bonifatiushauses zurück. „Alles hat seine Zeit“, erklärte sie und zitierte Heinz Schenk. „Es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück“.  13 000 Übernachtungen habe das Haus im letzten Jahr gezählt, die Dienstgemeinschaft sei stets ein gutes Mit- und Füreinander gewesen. Schwester Brunhilde freute sich, dass das Haus nicht leer stehen wird, ein Interessent aus der Schweiz übernimmt die Einrichtung. „Es wird etwas Neues“, deutete sie an. Die Oberin dankte für alle guten Begegnungen und verabschiedete sich auch im Namen ihrer Mitschwestern mit einem herzlichen Vergelt´s Gott.

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Dankesworte für das langjährige Wirken der Ordensschwestern fand auch Bürgermeister Matthias Kübel. Er wies auf das stets gute Miteinander mit dem Ordenshaus hin, dem die Gemeinde zu großem Dank verpflichtet sei. Auch als großer Arbeitgeber habe das Gästehaus einen wichtigen Posten im Ort eingenommen. Die innige Verbundenheit mit den Schwestern drückte Herbert Post als Sprecher des Singkreises St. Vitus aus. Viele Veranstaltungen habe der Singkreis im Bonifatiushaus begleitet und dabei immer die freundliche Atmosphäre genossen. Der Singkreis lädt die Schwestern, die ins Hedwigsstift nach Fulda umziehen, zum gemeinsamen Kaffeetrinken ein. 

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