Was kostet eigentlich gemeinde?

An dieser Stelle werden in loser Folge einzelne Teilbereiche der gemeindlichen Aufgaben vorgestellt und die regelmäßigen Kosten sowie Investitionen in wichtige Infrastrukturvorhaben dargestellt.

Unter dem Stichwort: Was kostet Gemeinde? soll Einblick beispielsweise in die Bereiche Kinderbetreuung, Wasserversorgung, Straßenerneuerung und weitere Themen gegeben werden.

  • Was kostet Gemeinde - Wasserversorgung

    Die Sicherstellung unserer Trinkwasserversorgung ist eine der zentralen Aufgaben der Gemeinde Bad Salzschlirf. Trinkwasser ist ein hohes Gut und erfordert die Einhaltung hoher Standards. Die Ansprüche der Bevölkerung an die Qualität des Wassers sind zurecht hoch. Anders als in anderen Kommunen ist die Belastung mit Schadstoffen gering. Alle zulässigen Grenzwerte werden regelmäßig unterschritten. Die konsequente und regelmäßige Qualitätskontrolle durch ein unabhängiges Labor ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern versteht sich von selbst. Die Prüfergebnisse werden übrigens seit einigen Jahren zentral auf der Plattform www.wasserqualität-online.de veröffentlicht.

    Im Rahmen der Neuberechnung der Wassergebühren kommt immer wieder die Frage auf, was denn eigentlich mit dem Geld der Bürger gemacht wird.

    In den vergangenen Jahren seit 2016 sind gut eine Millionen Euro in die Instandhaltung der Leitungsnetze, die Erneuerung des Hochbehälters sowie die Modernisierung der Pumpen- und Steuerungstechnik geflossen.

    Allein die Erneuerung der Hauptwasserleitung in der Bonifatiusstraße nimmt dabei fast 150.000 € ein. Hier befinden sich die Hauptkreuzung des in den gemeindlichen Trinkbrunnen geförderten Rohwassers sowie die Steigleitung in den Hochbehälter der Gemeinde. Die umfangreichen Arbeiten im Jahr 2017 haben diesen Bereich deutlich voran gebracht.

    Ein weiteres Großprojekt ist die Sanierung des Hochbehälters in mehreren Schritten. Die Abdichtung der Fassade im Jahr 2017, die Erneuerung der Filtertechnik und der Prozessleittechnik nehmen zusammen mit der Sanierung der beiden Kammern weitere 260.000 € seit 2016 ein. Für die Sanierung der zweiten Kammer sowie Restarbeiten an der ersten Kammer stehen im laufenden Haushaltsjahr noch einmal rund 250.000 € bereit.

    Die Erneuerung der Schieberkreuze an den Haupt- und Verteilleitungen ist in den Jahren seit 2016 ebenfalls systematisch verfolgt worden. Mithilfe der Schieber kann die Verteilung des Trinkwassers gesteuert und im Falle von Rohrbrüchen unterbrochen werden. Dies ist wichtig, um die Instandsetzungsarbeiten durchführen zu können, ohne dass das gesamte Ortsnetz beeinträchtigt wird. Gerade der hier bestandene Sanierungsstau hat immer wieder empfindliche Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit gehabt. Dies ist nun weitgehend unter Kontrolle. In den letzten Jahren sind die Hauptschieber erneuert worden. Dafür wurden insgesamt knapp 98.000 € verbaut.

    Die Reparatur von Rohrbrüchen nimmt im Bestandsnetz ebenfalls einen großen Anteil an Baukosten ein. Seit 2016 wurden hier 131.000 € verbaut. Die Erneuerung der Pumpen- und Brunnentechnik in den Tiefbrunnen, die Modernisierung der Steuerungseinrichtungen und letztlich die Filteranlagen (Brunnenausstattung) verschlangen 124.000 €.

    Aus der nachfolgenden Grafik ergeben sich die Aufwendungen der einzelnen Jahre die Aufwendungen des Ergebnishaushaltes. Die Aufwendungen des Investitionshaushaltes für die Wasserleitung in der Bonifatiusstraße sowie Teilbeträge der Hochbehältersanierung sind hier aus haushaltsrechtlichen Gründen noch nicht enthalten.

    Alle Investitionen sind unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit, der hygienischen Anforderungen und der energetischen Sparsamkeit erfolgt. Gut angelegtes Geld für eines unserer wichtigsten Güter.