Gewerbegebiet Bad Salzschlirf: Kübel stellt Konzept zur Weiterentwicklung vor


Im Gewerbegebiet ist nach der Ansiedlung eines Unternehmens zum Jahresbeginn dringender Handlungsbedarf gegeben. Interessierten Unternehmen kann derzeit weder ein erschlossenes noch ein attraktives Grundstück angeboten werden. Der Gewerbepark ist ungeordnet und kann vor allem optisch nicht die Erwartungen von Unternehmen an ein attraktives Umfeld erfüllen. Die Erschließungsstraßen sind in schlechtem baulichen Zustand oder überhaupt nur provisorisch hergestellt. Auch die Vorgaben des geltenden Bebauungsplanes ermöglichen es nicht, ein vielseitiges und den räumlichen Gegebenheiten optimal angepasstes Angebot vorzuhalten.

Der Rathauschef konnte den Mandatsträgern mehrere Varianten einer zukünftigen Entwicklung in unterschiedlichen Bauabschnitten vorstellen. Diese müssen nun mit der Regionalplanung abgestimmt werden. Dazu gaben die Gemeindevertreter ihre grundsätzliche Zustimmung.

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Ziel des von Bürgermeister Kübel erarbeiteten Konzeptes ist es, zeitnah weitere Unternehmen anzusiedeln. „Wir wollen die Gewerbesteuereinnahmen erhöhen, ohne die Gewerbesteuer zu erhöhen. Das geht nur mit der Ansiedlung weiterer Gewerbesteuerzahler“, so der Rathauschef.

Dafür könnte künftig eine Fläche von bis zu 25 Hektar für Gewerbe und Mischnutzungen zur Verfügung stehen. Vorgabe für die Planungen war es, die Belastungen für die angrenzenden Wohngebiete beispielsweise durch den An- und Abfahrtsverkehr zu minimieren. Dies gelingt durch die Verlegung der Zufahrten sowie einen Grünstreifen. Auch die Ausweisung von Mischgebieten an den Rändern soll eine zusätzliche Lärmschutzbarriere ermöglichen. In diesem Bereich können sich Büro- und Dienstleistungsbetriebe ansiedeln.

Zu einem attraktiven Umfeld gehört heute neben einer guten verkehrlichen Anbindung auch die Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternet. Auch dies ist berücksichtigt. Die Gemeinde hat das Gewerbegebiet im Programm des Landkreises für den Ausbau der Breitbandversorgung angemeldet. Hier werden kreisweit mehrere Millionen Euro an Fördergeldern des Bundes verbaut.

Wichtig ist: die Kosten für die weitere Erschließung werden nicht im Rahmen der Wiederkehrenden Straßenbeiträge auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt. Das Gebiet liegt nicht im Geltungsbereich der Beiträge.